Krankheitsverständnis:

Menschen kommen meist wegen akuter Anlässe in ärztliche und therapeutische Behandlung (Beinbruch, Herzinfarkt, Schmerzen, Überlastung, Ängste, Depressionen, Krisen).

Oft liegen allerdings hinter den akuten psychischen Anlässen schon länger verschleppte Konflikte, Überforderungen, frühe Ängste, familiäre und berufliche Konflikte zu Grunde – also Störungen, Überforderungen und bestimmte Anfälligkeiten für psychische Erkrankungen, die viel früher im Leben erworben wurden.

Diese sind meist unbewusst, die Zusammenhänge nicht deutlich. Meistens wissen wir nicht, wie sehr diese Themen unser Denken, Handeln und Fühlen beeinflussen.
Wie gut also die individuellen Fähigkeiten sind, mit körperlichen und psychischen Krisen und Erkrankungen fertig zu werden, liegt in der Regel an der persönlichen Entwicklung. Deshalb reagieren Menschen ganz unterschiedlich auf ähnliche Belastungssituationen. (siehe dazu in diesem Blog: http://psychosomatik-info.com/belastungen-traumen-resilenz/

Auch bei chronischen Beschwerden und Schmerzen spielt unsere Widerstandskraft (neudeutsch: Resilenz) und zahlreiche soziale und psychische Faktoren eine Rolle, wie wir in einigen Beiträgen in diesem Blog erläutern wollen:

De Psychosomatik beschäftigt sich also mit den Wechselwirkungen von körperlichen (somatischen) Beschwerden und psychischen und sozialen Faktoren. In der Literatur wird etwas umständlich vom Bio-Psycho-Sozialen Modell gesprochen.

d.h. in der Psychosomatik untersuchen und behandeln wir Menschen mit:

  • körperlichen Erkrankungen, die z.B. Hilfen bei der Krankheitsbewältigung brauchen. Das gilt für zahlreiche chronische Erkrankungen (Herzerkrankungen, Diabetes, … und auch für Krebserkrankungen (das Fachgebiet heisst (Psychoonkologie)
  • Psychische Erkrankungen, die als Folge von körperlichen Erkrankungen oder unabhängig davon auftreten (z.B. Patienten mit Bluthochdruck und Ängsten oder Depressionen)
  • Psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Schlafstörungen, Ängsten, Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Zwängen…
  • Somatisierungsstörungen. Das sind Erkrankungen, die die gleichen Beschwerden, wir körperliche Erkrankungen machen, aber ohne körperliche Schädigungen auftreten (Herzangst, einige Formen von Herzrhythmusstörungen, „Reizmagen“, „Reizdarm“, „Reizblase“, Menstruationsbeschwerden…)

In der Behandlungen in der Psychosomatik liegt der Schwerpunkt auf der Psychotherapie. Je nach Therapieverfahren werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, um Patienten zu einem tieferen Krankheitsverständnis, zur aktiven Mitarbeit und zur Symptomheilung zu verhelfen.

Dieses Blog soll dazu dienen, Sie so umfangreich wie möglich über die Psychosomatik allgemein und unsere Psychosomatische Abteilung in Ebersberg bei München zu informieren.

Wir möchten Ihnen die Möglichkeit bieten, sich mit den hier zusammengestellten Informationen für die für Sie individuelle Behandlung zu entscheiden.